Wurzelbehandlung - Die Rettung des natürlichen Zahnes

Fakten, Vor-& Nachteile einer Wurzelkanalbehandlung

3d render of tooth with endodontic file in gums

Was ist eine Wurzelbehandlung?

"Harte Schale, weicher Kern“
Dieses deutsches Sprichwort trifft auf Zähne zu.

Das Ziel einer Wurzelkanalbehandlung, oder auch oft im Alltag nur als Wurzelbehandlung bezeichnet, ist das Retten eines natürlichen Zahnes, dessen "weiche" Zahnmark infiziert bzw. abgestorben (devital) ist. Ein solcher Schaden wird meist durch eine Entzündung des Zahnmarkes (Pulpitis), verursacht. Oft ist dies auf das Eindringen von Krankheitskeimen in den Wurzelkanal zurückzuführen. Derartige Zahnmarkentzündungen werden umgangssprachlich auch als Zahnwurzelentzündung bzw. Zahnnervenentzündung bezeichnet.

Die Pulpitis wird durch Entfernung der entzündeten Pulpa behandelt. Durch die Reinigung und Desinfektion des Inneren des Zahnes werden die Bakterien eliminiert. Danach wird der Hohlraum gefüllt und abgedichtet, um eine Reinfektion des Zahnes zu verhindern.

WICHTIG: Wenn ein Schaden des Inneren des Zahnes auftritt, kann er in 9 von 10 Fällen durch Spezialisten gerettet werden und muss nicht gezogen werden muss. Dadurch kann langfristiger Zahnerhalt gewährleistet, sodass sie Jahrzehnte an den eignen Zähnen erfreuen können.

Was geschieht während der Wurzelbehandlung?

Für Endodontologen stellt die Wurzelkanalbehandlung einen nicht chirurgischer Routineeingriff dar und wird mehrere tausende Mal pro Jahr in Österreich durchgeführt. Eine endodontische Behandlung wird oft in einem oder zwei Besuchen durchgeführt.

Eine Wurzelkanalbehandlung läuft in der Regel nach folgenden Schritten ab:

  • Schritt 1: Kontrolle der Diagnose durch Röngtenaufnahme und Durchführen von Temperatur- und Klopftest, ob die Sensibilität des Zahnes noch gegeben ist
  • Schritt 2: Verabreichung eines lokalen Betäubungsmittels und Anlegen eines Kofferdamms
  • Schritt 3: Zugang zum Wurzelkanal durch eine Öffnung in der Krone des Zahnes und Herstellen des Gleitpfade
  • Schritt 4: Entfernung der entzündeten bzw. devitalen Pulpa in den einzelnen Wurzelkanäle = Entfernung des Entzündungsherds
  • Schritt 5: Reinigung und Desinfektion des Inneren des Zahns bis in die Wurzelspitze
  • Schritt 6: Füllung des Hohlraums (Wurzelfüllung) mit einem biokompatiblen und meist gummiartigen Material namens Guttapercha und einem Dichtungsmittel = bakteriendichter Wurzelkanalverschluss
  • Schritt 7: Versiegelung oder provisorische Füllung für die Abdichtung der Öffnung in der Krone des Zahnes
  • Schritt 8: Restauration des Zahnes durch Füllung oder Krone zum Schutz vor einer Reinfektion und Wiederherstellung der Kaufunktion

Vorteile der Wurzelbehandlung

Was sind die Vorteile einer Wurzelkanalbehandlung?

    Der wesentlichste Vorteil einer erfolgreichen Wurzelbehandlung ist die Rettung und damit der Erhalt des natürlichen Zahnes. Wenn man verhindert, dass ein Zahn mit dem entzündeten Zahnnerv gezogen werden muss, hat dies viele Vorteile:

    • Effizientes Kauen - Die eigenen Zähne lassen einen in der Regel am effizientesten beissen und kauen.
    • Normale Beißkraft und Empfindung - Ihr natürlicher Zahn ist Ihnen seit jeher am besten vertraut.
    • Natürliches Aussehen - In den allermeisten Fällen formen die eignen Zähne das freieste Lächeln
    • Schützt andere Zähne vor übermäßiger Abnutzung oder Belastung
    • Ein natürlicher Zahn - auch wurzelbehandelt - ist in der Regel am langlebendigsten

    Eine unmittelbare Schmerzlinderung ist ein weiterer Vorteil, da eine akute Pulpitis sehr schmerzhaft sein kann.

    Weiters verringert man mit einer Wurzelkanalbehandlung das Risiko einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis apicalis). Denn wird eine Pulpitis nicht behandelt, können sich Keime im System der Wurzelkanäle ausbreiten und es kommt zu einer Abwehrreaktion des Körpers.

    Tut eine Wurzelbehandlung weh?

    Eine Wurzelkanalbehandlung ist ein schneller und schmerzloser Eingriff durch den Zahnarzt, da derartige Behandlungen im Nahebereich des Zahnnerves und der Wurzel grundsätzlich nur unter der Verabreichung eines lokalen Anästhetikum durchgeführt werden. Daher ist eine Wurzelbehandlung nicht schmerzhafter als andere zahnärztliche Standardeingriffe, die auch unter lokaler Betäubung durchgeführt werden, wie etwa das Ersetzen einer Zahnfüllung.

    Erwähnenswert ist, dass nach der Behandlung für einige Tage leichte Beschwerden auftreten können. Hierzu zählen etwa leichte Schmerzen oder lokale Taubheit.

    Grundsätzlich gilt, dass die heutigen Behandlungstechniken den Schrecken vor Wurzelbehandlungen aus früheren Zeiten genommen haben.

    Was ist eine Wurzelspitzenresektion?

    Eine Wurzelspitzenresektion (WSR) ist ein chirurgischer Eingriff, um einen entzündeten Zahn zu retten. Oft ist es die letzte Möglichkeit, bevor der betroffene Zahn entfernt werden muss. Ursachen hierfür können sein, dass die Entzündung trotz einer Wurzelkanalbehandlung weiterhin besteht und eine nochmalige Wurzelkanalbehandlung nicht zielführend erscheint. Es besteht eine Entzündung des Gewebes an der Wurzelspitze.

    Eine Wurzelspitzenresektion ist eine komplexere Behandlungsmethode, da der Zugang zur Zahnwurzel von außen durch den Kieferknochen erfolgt. Daher muss das Zahnfleisch in der Nähe der Wurzelspitze gelöst und der Knochen freigelegt werden. Es wird ein Zugang zur Wurzelspitze gelegt. Es wird die Wurzelspitze um 3mm gekürzt, mit einem Ultraschallinstrument aufbereitet und mit einem geeignet biokeramischen Werkstoff gefüllt. Danach wird die Wunde mit sehr feinen Nähten vernäht. Selbstverständlich erfolgt die Behandlung unter der Zuhilfenahme des Operationsmikroskops. Eine Lokalanästhesie ist praktisch immer ausreichend.

    Eine Wurzelspitzenresektion wird auch als chirurgische Wurzelkanalbehandlung, Apektomie oder Wurzelspitzenamputation bezeichnet und ist Teil der Zahnchirurgie.

    Im Gegensatz zu anderen Ländern, die über eine größere Anzahl an Fachzahnärzte für Endodontie verfügen, erfolgen in Österreich Wurzelspitzenresektion im Verhältnis zu Revisionen einer Wurzelbehandlung häufiger. Daher empfiehlt sich eine Zweitmeinung.

    Fakten zur Wurzelbehandlung

    Woher wissen Sie, ob Sie eine Wurzelbehandlung benötigen?

    Eine Wurzelkanalbehandlung wird notwendig, wenn sich das Zahnmark entzündet. Diese Entzündungen werden meistens zunehmend stärker und damit auch spürbarer - Stichwort Schmerz - für den Patienten. Sehr oft bemerken die Betroffenen, dass ihre Zähne insbesondere auf Hitze- und Kältereize empfindlich sind. Manchmal stirbt ein Zahn völlig unbemerkt ab, d.h. keine starken Zahnschmerzen werden damit subjektiv in einen unmittelbaren Zusammenhang gebracht. Andere Symptome die auf eine infizierte Pulpa hinweisen sind:

    • Heftige Schmerzen beim Kauen oder Beißen (Druckempfindlichkeit)
    • Eiterbläschen am Zahnfleisch (Abszess)
    • Abbruch eines Teil des Zahnes
    • Riss in einem Zahn oder auch Zahnersatz
    • Anhaltende Empfindlichkeit hinsichtlich Kälte bzw. Hitze selbst nach Beseitigung der Empfindung
    • Veränderung des Zahnfleisches wie Schwellung, Verdunkelung, Rückbildungen, wiederkehrendes Zahnfleischbluten etc.
    • Augenscheinlicher bzw. tief gehender Karies
    • Schwellung am Kieferknochen oder Wange
    • Geringer Zahnstabilität - Lockerungen von Zähnen

    In jedem Fall sollten Sie zur Abklärungen einen Zahnarzt aufsuchen.

    Wie kommt es zu Entzündungen im Inneren des Zahnes?

    Entzündungen der Pulpa können durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden. Zum einen kommen hier Verletzungen bzw. Schäden in Frage, wodurch Risse im Zahn selbst gegeben sind. Gleichzeitig reicht auch schon ein Trauma ohne offensichtliche Zahnschäden aus, um einen Pulpaschaden herbeizuführen. Häufig sind fortgeschrittene Karieserkrankungen für Infektionen verantwortlich, da durch die tiefgehende Karies Bakterien bis zum Zahnnerv vordringen können. Hierbei kann es sich auch um "alte" Kariesfälle handeln, die unzureichend entfernt wurden. Aber auch genetische Ursachen können im Zusammenhang mit einer Wurzelkanalentzündung eine Rolle spielen. Unbehandelte Entzündungen des Nerv des Zahnes können stark schmerzhaft sein und auch zu einem Abszess führen. Daher ist eine Wurzelbehandlung nicht nur empfehlenswert sonder auch nötig.

    Warum sind Spezialgeräte und Spezialtechniken für den Heilungserfolg wichtig?

    Im Zentrum einer Wurzelbehandlung steht die Rettung des Zahnes. Hierbei gilt es zum Einem unerwünschte Bakterien aus dem Kanal zur Wurzel herauszubekommen. Zum Anderen sollte sowohl bei der Behandlung als auch danach die unwillkommenen Bakterien soweit wie möglich ferngehalten werden. Dank moderner Technik und Know-how können heute 9 von 10 Zähne gerettet werden.

    Hierzu verwenden Endodontologen Spezialgeräte und spezielle Techniken, um in den feinen Kanälen bis in die Spitzen präzise arbeiten zu können. Beispiele hierfür sind das endodontologische Operationsmikroskop oder für Spezialtechniken der Kofferdamm, eine Membran, die den zu behandelnden Zahn umschliesst und wodurch ein ähnlich steriler Hygienestandard wie für einen Chirurgen im OP geschaffen wird. Mittels dieser Spezialgeräte ist nicht nur ein präzises Arbeiten bis in die Wurzelspitzen möglich, sondern es werden auch die besten Hygienebedingungen für den Heilungserfolg geschaffen.

    Instrumente & Techniken der Experten um langfristigen Erfolg sicherzustellen

    • Beste Detailsicht durch Operationsmikroskop (25-fache optische Vergrößerung)
    • Digitale Längenmessung der Wurzelkanäle
    • Hochwertige grazile Nickel-Titan-Instrumente
    • Exzellente Hygiene durch Kofferdamm
    • Biokompatible Wurzelkanalfüllungsmaterialien
    • Spezialspülungen zur Desinfektion der Kanäle zur Wurzel

    Gibt es Zahnärzte, die auf Wurzelbehandlungen spezialisiert sind?


    Eine Wurzelbehandlung gehört zur Grundausbildung bei österreichischen Zahnärzten. Daher kann ein in Österreich zugelassener Zahnarzt eine vollständige Wurzelkanalbehandlung durchführen. Gleichzeitig empfiehlt sich der Gang zu einem Spezialisten, einem sogenannten Endodontologen. Eine Wurzelbehandlung ist als ein schwerer wiegender Eingriff einzuordnen als etwa die Entfernung von Karies. Daher absolvieren Spezialisten nicht nur eine endodontologische Ausbildung, sondern bilden sich auch speziell in diesem Gebiet kontinuierlich weiter. Hinzukommt, dass sich Wurzelkanäle nicht nur in der Anzahl sondern vor allem auch in der Struktur von Mensch zu Mensch unterscheiden. Daher hilft der größere Erfahrungsschatz dem Spezialisten tagtäglich die richtigen Entscheidungen zu treffen, ob ein Zahn erhaltungswürdig ist und die Behandlungen mittels OP-Mikroskop zielgerichtet durchzuführen.

    Wie bereist das Wort Spezialist darauf hinweist, verfügt ein Endodontologe aufgrund der höheren Anzahl an täglichen Fällen über eine umfangreichere Berufserfahrung im Bereich der Wurzelbehandlung als ein allgemeiner Zahnarzt. Gemäß der Österreichischen Gesellschaft für Endodontie gibt es heute weniger als zwanzig Zahnärzte, die sich ausschließlich auf die Endodontologie fokussieren. Rund 3% der insgesamt 5.000 Zahnärzte in Österreich haben sich endodontologisch intensiver fortgebildet. Nur sehr wenige österreichische Zahnarztordinationen verfügen über ein OP-Mikroskop.

    Welche gesundheitlichen Folgen können unbehandelte oder schlecht behandelte Wurzelkanalentzündungen haben?

    Es ist wissenschaftlich belegt, dass sich eine Zahnmarkentzündung, die nicht vollständig entfernt entfernt, zu einer Quelle von weiteren Erkrankungen entwickeln können. Durch unzureichende Behandlung können sich Entzündungen auf die Umgebung wie Knochen oder das Zahnfleisch ausbreiten. Doch nicht nur das umliegende Gewebe ist gefährdet. Denn es kann auch zur Streuung von Bakterien in andere Körperbereiche kommen. Beispielsweise steigt das Risiko für Entzündungen in weitere Organen wie Leber, Niere oder Herz (Endokarditis). Auch steigt das Arthroserisiko der Gelenke. Perfekt behandelte Zähne stellen jedoch keine Infektionsquelle dar.

    Was sollte man nach einer Wurzelkanalbehandlung beachten?

    Bis nicht die vollständige Wiederherstellung des Zahnes durch Füllung oder Krone zum Schutz und der Kaufunktion abgeschlossen ist, sollten Sie den Zahn schonen. D.h., vermeiden Sie mit den behandelten Zahn zu kauen bzw. zu beissen. Ein noch nicht vollständig restaurierter Zahn ist anfällig für Frakturen, daher ist diese Schonung angebracht. Manchmal kann auch eine weitere mikroskopische Wurzelkanalbehandlung unmittelbar oder nach einiger Zeit notwendig sein. Für intakte Zähne ist eine sorgfältige und regelmäßige häusliche Mundhygiene erforderlich, aber für wurzelbehandelte Zähne ist sie absolut ratsam und auch notwendig. Sowohl regelmäßige Kontrollbesuche als auch professionelle Zahnreinigungen sind angebracht.

    FAQ - 13 HÄUFIGE FRAGEN Rund um Die Wurzelbehandlung

    Der Wurzelkanal ist der in der Zahnwurzel befindliche Kanal (Hohlraum), in dem sich die Pulpa (Zahnnerv) befindet. Ein Zahn kann mehrere Wurzelkanäle haben.

    Endodontie ist die Lehre und Behandlung von Zahninnerem (Zahnmark) und Zahnwurzel und gehört zur konservierenden Zahnheilkunde. Die Endodontie ist spezialisiert darauf, Zahnmark und die Zahnwurzel zu erhalten, bzw. wiederherzustellen. Im Volksmund wird das Zahnmark auch als Zahnnerv bezeichnet. Auch wird oft die Bezeichnung Wurzelbehandlung anstatt Wurzelkanalbehandlung verwendet.

    Ja. Bis auf die lokale Betäubung ist der Patient meistens nicht beeinträchtigt. Daher spricht nichts gegen die Teilnahme am Schulunterricht oder die Rückkehr an den Arbeitsplatz.

    Die lokale Betäubung lässt zunehmend nach. Wie lange das dauert ist abhängig von der benötigten Menge zur Betäubung und auch vom jeweiligen Patienten. Um irrtümliche Verletzungen durch das Kauen beim Essen zu vermeiden, sollte der Patient mit Essen bis zu jenen Zeitpunkt warten, bis das Taubheitsgefühl vollständig verschwunden ist.

    Mehrere Faktoren beeinflussen die Kosten einer Wurzelkanalbehandlung. Zum einen haben Zähne verschieden viele Wurzelkanäle. Zum anderen erhöht sich nicht nur mit der Anzahl der Wurzelkanäle sondern auch mit ihrer Form, beispielsweise unzugängliche Kanalabschnitte aufgrund von Enge oder Verkrümmung, die Komplexität der Behandlung. Auch der Einsatz von Spezialgeräten wie endodontische Spezialmikroskope haben Einfluss auf den Preis. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Kosten für die Wurzelbehandlung von Backzähnen höher ausfallen als für andere Zähne. Auch lässt sich sagen, dass der Erhalt des natürlichen Zahnes durch eine endodontische Behandlung weniger kostenintensiv und auch langfristig gesundheitlich vorteilhafter ist als die Extraktion eines Zahnes. Denn entfernte Zähne müssen in der Regel durch passenden Zahnersatz wie Implantate oder Prothesen ersetzt werden, um das Verschieben von benachbarten Zähnen oder Kaufunktionsstörungen vorzubeugen. Diese Restaurationsarbeiten sind in der Regel mit höheren Kosten und mehr zeitlichen Aufwand verbunden.

    In der Regel heisst die Antwort Nein. In erster Linie sollte immer der Erhalt des natürlichen Zahns stehen. Eine Wurzelbehandlung ist aufgrund der fortgeschrittenen Technik eine der besten Optionen, um infizierte Zähne zu retten. Die Spezialisten verzeichnen Erfolgsquoten von 90%, wodurch Patienten Ihre wurzelbehandelten Zähne bei richtiger Pflege ein Leben lang erhalten können.

    Nach einer Wurzelkanalbehandlung funktioniert der behandelte Zahn weiterhin wie jeder andere natürliche Zahn. In der Regel sind wurzelgefüllte Zähne nicht brüchiger als andere Zähne. Zwar unterstützt die Pulpa mit den Blutgefäße, Nerven und Bindegewebe die Entwicklung der Wurzel des Zahnes, jedoch lebt ein voll entwickelter Zahn auch ohne Zahnmark weiter, da er von dem ihn umgebenden Gewebe ernährt wird.

    Die beste Vorbeugung einer Wurzelbehandlung sind eine sorgfältige und regelmäßige häusliche Mundhygiene mit Zahnseide, Interdentalbürsten usw. und auch die Teilnahme an einem therapieorientierten Zahnprophylaxeprogramm.

    Zurzeit werden nur die Kosten einer konventionelle Wurzelbehandlung von den Krankenkassen getragen. Die Kosten für moderne Wurzelbehandlungen mittels OP-Mikroskop, Kofferdamm, digitale Wurzellängenmessungen etc. sind meistens selbst zu tragen. Auch empfiehlt es sich, dass man sich vor einer Wurzelbehandlung über etwaige Folgekosten wie eine Zahnkrone beraten lässt. Die Mehrkosten für die Anwendung moderner Behandlungstechniken können je nach Art des Zahnes und Schweregrad der Entzündung, der damit verbundenen Behandlungskomplexität, mehrere Hundert EURO pro Zahn betragen. Je nach Ausgestaltung der Zahnzusatzversicherung übernehmen private Versicherungen bis zu 100 % der Behandlungskosten.

    Ja, OP-Mikroskop ist ein wesentlich Teil für den Erfolg. Durch den Einsatz eines Operationsmikroskops entgeht kein Detail, womit große Vorteile verbunden sind. Die detaillierte Bildgebung ist nicht nur die Basis für genaue Diagnosen. Kanäle, auch wenn sie noch so klein sind, werden viel leichter aufgefunden. Aufgrund der Sicht teilweise bis zur Wurzelspitze kann man Details beurteilen. Durch die präzise Behandlungsmöglichkeiten sind Schmerzen während der Behandlung beinahe auszuschließen. Die bestmögliche optische Kontrolle bei der Entfernung des alten Füllmaterials erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit bei Revisionsbehandlungen. Folglich sind auch Wurzelspitzenresektionen meist nur in Ausnahmefällen notwendig.

    Tritt eine Entzündung nach einer Wurzelkanalbehandlung wieder auf, ist eine Wiederholung der Behandlung des betroffenen Zahnes möglich. In so einem Fall spricht man von einer Revisionsbehandlung. Im Gegensatz zur ersten Wurzelkanalbehandlung, ist der Aufwand bei zweiten Durchführung meist höher. Denn zum einem muss das eingesetzt Füllmaterial feinsäuberlich und behutsam aus dem Wurzelkanälen entfernt werden, was entsprechend dauern kann. Zum anderen kann es auch notwendig sein, dass die erneute Entzündung medikamentös behandelt werden muss.

    Ja, obwohl die Wurzelbehandlung bei vielen noch immer keinen leichten Stand hat. Denn die unmittelbaren Erfahrungen davor sind oft mit starken Schmerzen, Überempfindlichkeit des Zahnes bzw. weiteren unerwünschten Situationen verbunden. Gleichzeitig erlöst die Wurzelbehandlung den Betroffenen von diesen unangenehmen Empfindungen und bringt ihm wieder mehr Lebensqualität zurück. Doch eine erfolgreiche Wurzelbehandlung ist vielmehr. Denn sie ist der Weg um entzündete Zähne zu retten. Durch die Erfolgsformel Kofferdamm + Mikroskop + Spezialist=geretteter Zahn werden 9 von 10 Zähne erhalten. Auch sind durch die präzisen Behandlungsmöglichkeiten Schmerzen während der Behandlung beinahe auszuschließen. Die Erfolgsformel macht aus dem Schrecken Zuversicht.


    Neben einer sorgfältigen häuslichen Mundhygiene ist Einhaltung der Termine der Wurzelbehandlung sehr wichtig. Denn zu große Zeitabschnitte zwischen den Behandlungen können das Wiederaufflammen von Entzündungen begünstigen. Auch ist eine professionelle Zahnreinigung vor jeder Wurzelbehandlung empfehlenswert.

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